Mit Vielfalt lockt das Stadtfest nach Heinsberg

Heinsberg.- Schon zur Eröffnung, am kommenden Samstag, um 11 Uhr, soll die Stadt „fein heraus geputzt sein“, so dass sich die Besucher wohlfühlen. Die Eröffnung auf dem Markt wird wie gewohnt, vom Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Peter Gering und dem Bürgermeister der Stadt, Wolfgang Dieder vollzogen. Untermalt – wie könnte es bei dem Thema anders sein – durch die Trommelwirbel von Fatima, der in Heinsberg lebenden Marokkanerin, die sich ganz besonders über das Motto des diesjährigen Stadtfestes freut: Mit „Afrika zu Gast“ wird es diesmal ein etwas anderes Fest, als noch vor einigen Jahren, als man bereits mit Unterstützung des Integrationsbeauftragter der Stadt, Wolfgang Paulus, ein Fest der Nationen auf dem Rathausplatz gefeiert hatte. Auch diesmal ist Paulus wieder mit dabei gewesen, als es hieß, die Gruppen und Vereine auf das Thema einzustimmen. Wenn auch das Stadtfest der äußere Rahmen ist, so steht doch ein besonderes Vereinsjubiläum im Mittelpunkt, vor allem am Samstagabend.

Auf der Marktbühne wird zur turbulenten Revue „Mama Afrika“ eingeladen, die Dr. Bernd Bierbaum nach Heinsberg eingeladen hat. Bis zum Auftritt war es allerdings ein langer Weg, denn die Truppe um Papa Malick ist viel gefragt und dauernd unterwegs. Dr. Bernd Bierbaum, Gründer und Vorsitzender des Vereins „Wir für Ruanda“ war jedoch hartnäckig und verfolgte sein Ziel, mit dieser Truppe ein besonderes Erlebnis nach Heinsberg zu bringen. Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des Vereins wird also die Eröffnungsveranstaltung am Samstagabend ab 20 Uhr die Marktbesucher in die bunte und fröhliche Welt Afrikas eintauchen lassen. Wert legte G&V-Vorsitzender Peter Gering darauf, dass auch diese Veranstaltung „traditionsgemäß“ für alle Besucher kostenlos ist. Auf diesen Abend darf man sich also freuen.

Bereits ab mittags ist die Stadt weitgehend gesperrt, um den Gästen einen ruhigen und gefahrlosen Spaziergang von der Unterstadt bis in die Oberstadt zu ermöglichen. Dabei ist die Apfelstraße diesmal einem Afrika-Basar vorbehalten, der sowohl afrikanische Händler als auch Vereine und Organisationen aufweist. Ein Dschungel-Abenteuer-Land wird die kleinen Besucher zum Rathausplatz, ebenfalls an der Apfelstraße, ziehen. Im weiteren Verlauf, dort wo die Apfelstraße auf Fußgängerzone und Hochstraße stößt, wird es dann spannend: Hier ist zur Shopping-Safari eingeladen, der Handel hat sich einige Überraschungen einfallen lassen. Sogar hinter dem Torbogen geht es weiter: Die Safari-Lodge der Oberstadt-Wirte lockt mit allerlei Erfrischungen und Köstlichkeiten aus Pfanne und Grill.

In der Hochstraße wechseln sich zahlreiche Händler ab, Heinsbergs Flaniermeile zeigt sich auch hier von seinen gastfreundlichen Seiten, wie auch auf dem Markt.

Am Sonntag lockt dort ein Bühnenprogramm bereits ab 14 Uhr: Mit unterhaltsamen Ballettvorführungen lädt Irina Kostova zum Einblick in die Arbeit ihres Ballettstudios. Gegen 14.30 tritt – erstmals in Heinsberg – der Jonglage-Künstler Christian Dirr auf. Sein Motto: Flinke Hände, flotter Humor, wird Groß und Klein begeistern.

Nach dem ersten Teil seiner Show geht es gegen 15 Uhr weiter mit dem zweiten Teil der Ballettvorführungen des Ballettstudios Kostova. Daran anschließend wird der Artist Dirr gegen 15.30 Uhr neue Vorführungen aus seinem Artistik-Koffer auf die Bühne bringen, bevor gegen 16 Uhr ein kleiner Umbau stattfindet. Dann heißt es zuhören, staunen, genießen, zu den Klängen von „Whisper not“, einer Lounge-Jazz Formation aus den Niederlanden, die bis in den Abend hinein swingende Jazzstandards und bekannte Medleys aus dem Amerika der guten alten Zeit präsentiert. Bekannte Stücke von Dave Brubeck oder Frank Sinatra stehen auf der „Playlist“ der Musiker, die auch erstmals in Heinsberg zu erleben sein werden und den Markt in eine Chill-Out-Zone verwandeln.

Ebenfalls gegen 16 Uhr beginnt auf dem Klosterplatz das Konzert von „More“, hier sind es die bekannten und beliebten Rockballaden und Bluesklassiker, die die Besucher des Hoffestes zum Mitsingen veranlassen. Und auch in den Straßen rundherum gehen die Aktivitäten bis gegen 18 Uhr weiter, Stelzenläufer, Marokkanische Trommler, Asiatische Bauchtänzerinnen oder auch, nicht zu vergessen, der legendäre „Gregory, the Eggman“. werden für Spass und Unterhaltung sorgen. GK